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30
June


DOETINCHEM - Der 38-jährige türkische Artistikspieler Baris Cin hat den CEB-Grand Prix im niederländischen Doetinchem gewonnen. Im Finale schlug er den Marseille-Sieger und Ex-Weltmeister Jean Reverchon aus Frankreich mit 3:0 Sätzen. Damit holte der türkische Spieler seinen größten sportlichen Erfolg und seinen ersten internationalen Titel. Gemeinsame Dritte wurde der Niederländer René Dericks und der Franzose Michael Hammen. Im Halbfinale am Sonntag-Morgen sahen die Zuschauer zwei 5-Satz-Krimis, bei denen die beiden Finalisten erst im Entscheidungssatz ihre Endspielteilnahme klar machten. Jean Reverchon, der unumstrittene Favorit auf seinen zweiten CEB-Grand-Prix Sieg in diesem Jahr besiegte seinen Landsmann Michael Hammen und Baris Cin den Überraschungsmann aus Holland René Dericks. Dericks zeigte sich mit seiner bis dahin überzeugenden Leistung weiter in Kampfeslaune und verlangte dem späteren Sieger alles ab. Die letzten beiden Figuren entschieden das Halbfinale. Reverchon zeigte in seinem Halbfinale seine ganze Routine und spielte mit 75,072 % eine sehenswerte Leistung, die mit dem Finaleinzug belohnt wurde.

Dort allerdings war er dann chancenlos. Baris Cin war in einem nervös verlaufendem Finale der bessere und gewann das Endspiel. Der erste Satz war gleich ein Debakel für den großen Franzosen. Nach nur 7 Figuren gewann Cin mit 27:5 den Auftaktsatz. Anschließend schnappte er sich knapp auch den zweiten Satz (43:40), ehe er den dritten mit 38:31 für sich entschied und damit das CEB-Turnier gewann. International ist Baris Cin weitestgehend unbekannt. Sein Stern ging bei den Weltmeisterschaften im eigenen Land 2012 auf, als er den Vizeweltmeister Bernd Singer schlug, jedoch nach Niederlagen gegen Walter Bax und Sander Jonen die Gruppenphase nicht überlebte. Die beste Gesamtleistung spielte Michael Hammen mit 76,55 % über das gesamte Turnier. Die deutschen Teilnehmer verpassten das Halbfinale und wurden mit Thomas Ahrens (7.Platz), Bernd Singer (14.Platz), Heinz Kohlmeier (21.Platz), Franz Heigl (28.Platz) und Christoph Schäfer (32.Platz) im Endklassement platziert.